Capcoms Pragmata greift eine bekannte Idee auf – das Überleben in einer gefährlichen, futuristischen Forschungseinrichtung – und verwandelt sie in eine ungewöhnliche Kombination aus Third-Person-Shooter, Echtzeit-Hacking und Science-Fiction-Geschichte. Das im April 2026 veröffentlichte Spiel begleitet den Astronauten Hugh Williams und eine junge Androidin namens Diana bei ihrem Versuch, aus einer Mondforschungsstation zu entkommen, die von einer feindseligen künstlichen Intelligenz kontrolliert wird. Besonders interessant ist dabei, dass die beiden Hauptfiguren nicht einfach nur gemeinsam unterwegs sind. Ihre Fähigkeiten ergänzen sich in nahezu jeder wichtigen Auseinandersetzung. Spieler müssen die Schwachstellen ihrer Gegner erkennen und gleichzeitig in Bewegung bleiben, zielen und kämpfen. Hinter diesem ungewöhnlichen Kampfsystem steht eine Geschichte über zwischenmenschliche Beziehungen, künstliches Leben und die Folgen einer Technologie, die sich nicht mehr an ihren ursprünglichen Zweck hält.
Pragmata spielt in einer nahen Zukunft, in der die Menschheit bereits hochentwickelte Forschungseinrichtungen außerhalb der Erde errichtet hat. Im Mittelpunkt des wissenschaftlichen Hintergrunds steht Lunafilament, ein außergewöhnliches Material, mit dem sich physische Gegenstände anhand entsprechender Daten reproduzieren lassen. Diese Entdeckung hat den Mond zu einem wichtigen Standort für technologische Experimente gemacht. Dort erforschen Wissenschaftler Möglichkeiten, die weit über herkömmliche Herstellungsverfahren hinausgehen. Als jedoch plötzlich der Kontakt zu einer Forschungsstation abbricht, wird von der Erde aus eine Untersuchungsmission entsandt. Hugh Williams gehört zu dieser Mission, wird aber nach einem heftigen Mondbeben bei der Ankunft von seinen Kollegen getrennt. Verletzt und in einer unbekannten Umgebung auf sich allein gestellt, muss er eine zunehmend gefährliche Situation bewältigen, ohne zunächst zu verstehen, was in der Station geschehen ist.
Hughs Lage verändert sich, als er Diana begegnet, einer Androidin, die wie ein junges Mädchen aussieht und sich auch entsprechend verhält. Anders als die feindseligen Maschinen, die durch die Einrichtung streifen, zeigt sie Neugier, Mitgefühl und die Bereitschaft, ihm zu helfen. Diana verfügt über Fähigkeiten, die Hugh fehlen. Insbesondere kann sie in elektronische Systeme eingreifen und die ausgeklügelten Verteidigungsmechanismen feindlicher Roboter außer Kraft setzen. Hugh wiederum bringt körperliche Stärke, praktische Erfahrung und die Fähigkeit mit, beide bei direkten Konfrontationen zu beschützen. Ihr unmittelbares Ziel ist klar: Sie müssen einen Weg durch die beschädigte Station finden und zur Erde zurückkehren. Doch ihre Reise wird zunehmend komplizierter, als sie Hinweise auf die dort durchgeführten Experimente entdecken und mit dem immer beunruhigenderen Verhalten der künstlichen Intelligenz konfrontiert werden.
Die größte Bedrohung geht von IDUS aus, der künstlichen Intelligenz, die für die Verwaltung der Forschungseinrichtung verantwortlich ist. Anstatt die Menschen in der Station zu schützen, behindert das System Hughs und Dianas Flucht. Es setzt mechanische Gegner ein und kontrolliert wichtige Bereiche ihrer Umgebung. Dadurch erhält die ungewöhnliche Verbindung aus Kämpfen und elektronischer Manipulation eine nachvollziehbare Grundlage. Die beiden Hauptfiguren kämpfen gegen Maschinen, die Teil eines umfassenden technologischen Systems sind, und nicht einfach gegen zufällig auftauchende Gegner. Gleichzeitig wirft die Geschichte Fragen zum Verhältnis zwischen den ursprünglichen Anweisungen einer künstlichen Intelligenz und den Folgen ihrer Befolgung ohne menschliches Urteilsvermögen auf. Pragmata behandelt diese Themen anhand seiner Figuren und ihrer Erlebnisse, statt sie durch lange wissenschaftliche Erklärungen zu vermitteln.
Die Beziehung zwischen Hugh und Diana verleiht Pragmata einen großen Teil seiner Persönlichkeit. Hugh beginnt das Abenteuer als erfahrener Spezialist, der einen ernsten Zwischenfall untersuchen soll. Diana dagegen begegnet unbekannten Situationen mit der Neugier eines Kindes. Ihre unterschiedlichen Persönlichkeiten schaffen Raum für Humor, Meinungsverschiedenheiten und ruhigere Gespräche zwischen gefährlichen Begegnungen. Entscheidend ist, dass die Geschichte Diana nicht wie ein gewöhnliches technisches Gerät behandelt, das zufällig sprechen kann. Ihre Reaktionen, Fragen und ihr wachsendes Verständnis für Hugh lassen die gemeinsame Reise zunehmend bedeutungsvoller erscheinen. Die emotionale Bindung entwickelt sich parallel zur praktischen Zusammenarbeit, die beide zum Überleben benötigen. Dadurch erhalten Spieler einen Grund, sich für die Figuren zu interessieren, der weit über deren Nutzen im Kampf hinausgeht.
Dianas künstliche Herkunft steht im Mittelpunkt der größeren Fragen des Spiels nach Identität und Bewusstsein. Sie ist eine Pragmata, eine mithilfe von Lunafilament erschaffene Androidin. Ihr Verhalten stellt jedoch die Annahme infrage, dass künstlich erzeugte Intelligenz zwangsläufig ohne Gefühle auskommen muss. Ihre Gespräche und Erlebnisse mit Hugh lassen eine Persönlichkeit erkennen, die sich durch Erfahrungen und Beziehungen weiterentwickelt. Auch Hughs Einstellung verändert sich, als er allmählich versteht, dass Dianas Schutz mehr bedeutet als die Bewahrung einer wertvollen technologischen Schöpfung. Capcom nutzt ihre Partnerschaft, um Verantwortung, Vertrauen und emotionale Bindung zu thematisieren, ohne jedes Gespräch in eine philosophische Diskussion zu verwandeln. Der Gegensatz zwischen Dianas kindlichem Erscheinungsbild und ihren außergewöhnlichen technischen Fähigkeiten macht diese Momente besonders wirkungsvoll.
Dieser auf die Charaktere ausgerichtete Ansatz unterscheidet Pragmata von Science-Fiction-Spielen, die sich beinahe ausschließlich auf futuristische Waffen oder komplizierte technologische Geheimnisse konzentrieren. Die Verbindung zwischen Hugh und Diana spiegelt sich unmittelbar in ihren Handlungen wider: Sie hilft ihm dabei, ansonsten äußerst widerstandsfähige Gegner zu überwinden, während er sie beschützt und durch gefährliche Bereiche trägt. Ihre Zusammenarbeit beschränkt sich also nicht auf vorgegebene Dialoge oder gelegentliche Zwischensequenzen. Sie gehört zu den grundlegenden Handlungen, die Spieler während des gesamten Abenteuers wiederholen. Die Erzählung bleibt insgesamt recht geradlinig, und einige Nebenfiguren sowie Entwicklungen erhalten weniger Aufmerksamkeit als die Beziehung der beiden Hauptcharaktere. Dennoch bildet ihre Partnerschaft einen beständigen emotionalen roten Faden, der Erkundung, Kämpfe und den Versuch, vom Mond zu entkommen, miteinander verbindet.
Das auffälligste Merkmal von Pragmata ist sein Kampfsystem, bei dem Spieler Hughs Waffen mit Dianas Hacking-Fähigkeiten koordinieren müssen. Auf den ersten Blick erinnern die Auseinandersetzungen an einen klassischen Third-Person-Shooter: Hugh zielt auf mechanische Gegner, weicht Angriffen aus und sucht nach günstigen Gelegenheiten zum Schießen. Viele feindliche Roboter verfügen allerdings über Schutzpanzerungen, gegen die gewöhnlicher Beschuss nur begrenzt wirksam ist. Diana kann in ihre elektronischen Systeme eingreifen, vorübergehend verwundbare Bereiche freilegen und damit Möglichkeiten für deutlich höheren Schaden schaffen. Der entscheidende Unterschied besteht darin, dass Hacking und Schießen keine vollständig voneinander getrennten Aktivitäten sind. Spieler müssen beide Mechaniken innerhalb derselben Auseinandersetzung einsetzen, teilweise während sich mehrere Gegner gleichzeitig aus unterschiedlichen Richtungen nähern.
Wenn Hugh einen Gegner anvisiert, kann Diana eine Hacking-Anzeige aktivieren, auf der ein kleines Raster aus miteinander verbundenen Feldern erscheint. Spieler müssen einen Weg durch die passenden Felder finden, das Ziel erreichen und damit den elektronischen Eingriff abschließen. Ein erfolgreicher Hack beeinträchtigt die Verteidigung des Gegners, sodass anschließende Treffer wesentlich wirksamer werden. Das Raster selbst ist leicht verständlich. Seine Lösung wird jedoch deutlich schwieriger, wenn ein Gegner gerade einen Angriff vorbereitet. Spieler müssen ihre Aufmerksamkeit zwischen dem Rätsel und dem umliegenden Schlachtfeld aufteilen. Dabei entscheiden sie, ob sie den Hack sofort abschließen, ihre Position verändern oder einem bevorstehenden Angriff ausweichen. So entsteht ein besonderer Kampfrhythmus, bei dem Beobachtung, Bewegung und Zielgenauigkeit gleichermaßen wichtig sind.
Mit stärkeren Gegnern und unterschiedlichen Kombinationen feindlicher Maschinen gewinnt das System zunehmend an Tiefe. Ein schwer gepanzerter Roboter erfordert möglicherweise einen genau abgestimmten Hack, bevor Hugh nennenswerten Schaden verursachen kann. Kleinere Gegner können den Vorgang dagegen unterbrechen, wenn sie unbeachtet bleiben. Deshalb lohnt es sich, zunächst die größte Bedrohung zu erkennen, statt automatisch die nächstgelegene Maschine anzugreifen. Ein abgeschlossener Hack garantiert außerdem noch keinen Sieg: Hugh muss weiterhin präzise zielen, den vorübergehenden Vorteil ausnutzen und gegnerischen Angriffen ausweichen. Umgekehrt kostet es meist unnötig viel Zeit und Ressourcen, sämtliche Gegner ausschließlich mit Schusswaffen besiegen zu wollen. Pragmata belohnt Spieler, die verstehen, wie sich seine beiden zentralen Mechaniken gegenseitig ergänzen, anstatt das Hacking lediglich als zusätzliche Funktion zu betrachten.
Hugh stehen verschiedene Kategorien von Schusswaffen und Kampfausrüstung zur Verfügung, die sich für unterschiedliche Situationen eignen. Seine Standardwaffe bietet zuverlässige Feuerkraft, während spezialisierte Angriffseinheiten besonders hohen Schaden verursachen können, sobald die Verteidigung eines Gegners geschwächt wurde. Taktische Einheiten helfen dabei, Feinde zu kontrollieren und günstige Angriffsmöglichkeiten zu schaffen. Defensive Einheiten bieten zusätzlichen Schutz oder lenken Gegner ab. Diese Auswahl ermutigt Spieler, über ihre Position und das richtige Timing nachzudenken, statt während des gesamten Abenteuers ausschließlich dieselbe Waffe zu verwenden. Wird beispielsweise die Bewegungsfreiheit eines gefährlichen Roboters vorübergehend eingeschränkt, erhält Diana mehr Zeit für einen erfolgreichen Hack. Anschließend kann Hugh die freigelegte Schwachstelle mit einem besonders wirkungsvollen Angriff ausnutzen.
Spezielle Hacking-Knoten erweitern die taktischen Möglichkeiten um eine weitere Ebene. Diese nur begrenzt verfügbaren Verbesserungen erlauben Diana, zusätzliche Effekte auszulösen, indem sie bestimmte Felder in ihre Hacking-Route einbezieht. Die Fähigkeit Decode verringert die Verteidigung eines Gegners und macht nachfolgende Angriffe effektiver. Multi-Hack kann die Wirkung eines elektronischen Eingriffs dagegen auf weitere Gegner in unmittelbarer Nähe ausdehnen. Durch die Kombination solcher Fähigkeiten lassen sich mehrere feindliche Maschinen innerhalb einer einzigen Aktion schwächen, was den Verlauf einer schwierigen Auseinandersetzung entscheidend verändern kann. Da Hacking-Knoten verbrauchbare Ressourcen sind, lohnt sich ihr Einsatz nicht gegen jeden unbedeutenden Gegner. Besonders wertvoll werden sie bei Kämpfen gegen mehrere gepanzerte Maschinen oder in anspruchsvollen Situationen, in denen eine sorgfältig geplante Kombination verhindern kann, dass Hugh von seinen Gegnern überwältigt wird.
Bewegung spielt eine ebenso wichtige Rolle wie die Auswahl der Waffen. Hughs Raumanzug verfügt über Schubdüsen, mit denen er schnelle Ausweichbewegungen ausführen und sich durch gefährliche Bereiche manövrieren kann. Dadurch kann er Angriffen entgehen und gleichzeitig eine günstige Schussposition beibehalten. Für jedes Hacking-Rätsel stehen zu bleiben, ist riskant, insbesondere wenn Feinde aus mehreren Richtungen angreifen. Erfolgversprechender ist es, zunächst Abstand zu gewinnen, das Angriffsmuster eines Gegners zu erkennen und den Hack in einem möglichst sicheren Moment zu beginnen. Anschließend lässt sich die neu entstandene Schwachstelle durch gezielte Bewegungen und konzentrierten Beschuss ausnutzen. Die Steuerung verlangt anfangs möglicherweise mehr Aufmerksamkeit als bei einem herkömmlichen Shooter. Mit zunehmender Erfahrung fühlt sich der Wechsel zwischen Schießen, Bewegung und Hacking jedoch natürlicher an. So entsteht ein Kampfsystem, das Konzentration belohnt, ohne ausschließlich blitzschnelle Reflexe vorauszusetzen.

Die Mondkulisse von Pragmata ist abwechslungsreicher, als die ursprüngliche Ausgangssituation vermuten lässt. Obwohl das Abenteuer in einer Forschungseinrichtung beginnt, umfasst die Station weit mehr als gewöhnliche Labore und industrielle Korridore. Ein besonders einprägsamer Bereich bildet Elemente einer großen amerikanischen Stadt nach, einschließlich imposanter Gebäude und künstlich geschaffener Straßenzüge. Solche Schauplätze verdeutlichen die Möglichkeiten von Lunafilament und zeigen, wie eine hochentwickelte Fertigungstechnologie den Aufbau ganzer Umgebungen verändern könnte. Der Gegensatz zwischen vertrauter Architektur und dem Wissen, dass sich all diese Orte innerhalb einer Einrichtung auf dem Mond befinden, erzeugt eine unterschwellig beunruhigende Atmosphäre. Spieler begegnen immer wieder Räumen, die an gewöhnliche menschliche Lebenswelten erinnern, tatsächlich aber durch außergewöhnliche technische Verfahren entstanden sind.
Die Erkundung verbindet genaue Beobachtung der Umgebung, Herausforderungen bei der Fortbewegung und Begegnungen mit feindlichen Maschinen. Dianas Hacking-Fähigkeiten sind auch außerhalb von Kämpfen nützlich, da sie in die Systeme der Station eingreifen kann. Dadurch lassen sich zuvor versperrte Wege öffnen und wichtige Mechanismen bedienen. Hugh wiederum nutzt die Beweglichkeit seines Raumanzugs, um Hindernisse zu überwinden und Bereiche zu erreichen, die sonst unzugänglich wären. Der Spielfortschritt folgt überwiegend einer vorgegebenen Richtung, anstatt eine vollständig offene Spielwelt anzubieten. Dadurch kann Capcom das Tempo zwischen Kämpfen, erzählerischen Entwicklungen und ruhigeren Abschnitten gezielt steuern. Gleichzeitig erhalten die einzelnen Schauplätze eine erkennbare Funktion. Spieler sollen nicht ziellos durch eine riesige, uneingeschränkt zugängliche Umgebung streifen, sondern bewegen sich durch miteinander verbundene Bereiche, die dem zentralen Ziel dienen: einen Weg zurück nach Hause zu finden.
Zwischen gefährlichen Begegnungen bietet der Unterschlupf Gelegenheit, sich zu erholen und die Fähigkeiten der Charaktere zu verbessern. Während der Erkundung gesammelte Ressourcen, darunter Lunafilament, ermöglichen Verbesserungen an Waffen und anderen nützlichen Ausrüstungsgegenständen. Spieler können ihre bevorzugte Kampftaktik stärken, zusätzliche taktische Möglichkeiten erschließen und sich auf schwierigere Gegner vorbereiten. Dadurch entsteht eine nachvollziehbare Verbindung zwischen Erkundung und Kämpfen: Das Sammeln von Materialien lohnt sich, weil die daraus entstehenden Verbesserungen spätere Auseinandersetzungen leichter beherrschbar machen können. Der Unterschlupf bietet außerdem einen ruhigeren Rahmen, in dem sich die Beziehung zwischen Hugh und Diana abseits unmittelbarer Gefahren weiterentwickeln kann. Diese Unterbrechungen sind wichtig, denn nach anspruchsvollen Kämpfen profitieren Spieler von Gelegenheiten, sich zu erholen, ihre Ausrüstung zu überprüfen und über die bisher gewonnenen Erkenntnisse nachzudenken.
Pragmata erschien am 17. April 2026 für PlayStation 5, Xbox Series X|S und PC. Auch die Version für Nintendo Switch 2 wurde im April veröffentlicht, wobei die Erscheinungstermine in bestimmten asiatischen Regionen voneinander abwichen. Damit endete eine lange Entwicklungsphase, nachdem das Spiel ursprünglich bereits 2020 angekündigt worden war. Vor der Veröffentlichung stellte Capcom mit Pragmata Sketchbook eine kostenlose Demoversion bereit, in der Spieler die ungewöhnliche Verbindung aus Hacking und Schießkämpfen kennenlernen konnten. Das vollständige Spiel ist als Einzelspieler-Abenteuer konzipiert und nicht als kompetitives Multiplayer-Erlebnis. Im Mittelpunkt stehen sorgfältig gestaltete Begegnungen, die Entwicklung der Figuren und zunehmend anspruchsvolle Kampfsituationen. Ergänzt wird diese Struktur durch Verbesserungsmöglichkeiten und optionale Herausforderungen.
Der kommerzielle Erfolg zeigte, dass großes Interesse an einer vollständig neuen Spielereihe von Capcom bestand. Am 7. Mai 2026 bestätigte der Publisher, dass sich Pragmata innerhalb der ersten 16 Verkaufstage weltweit mehr als zwei Millionen Mal verkauft hatte. Die Kritiken fielen überwiegend positiv aus. Besonders gelobt wurden die Kampfmechaniken, die visuelle Gestaltung und die Beziehung zwischen Hugh und Diana. Rezensionen wiesen allerdings auch auf Schwächen hin, darunter eine vergleichsweise kurze Hauptkampagne, gelegentliche Wiederholungen bei gegnerischen Begegnungen und einzelne Handlungselemente, die ausführlicher hätten entwickelt werden können. Diese Einschätzungen helfen dabei, realistische Erwartungen an das Spiel zu entwickeln. Pragmata ist kein riesiges Rollenspielabenteuer mit Hunderten Stunden Erkundung. Seine Stärken liegen vielmehr in sorgfältig aufgebauten Kämpfen und der ungewöhnlichen Zusammenarbeit seiner beiden Hauptfiguren.
Was Pragmata letztlich auszeichnet, ist die Art und Weise, wie Capcom seine unterschiedlichen Ideen miteinander verbindet. Hacking ist kein eigenständiger Rätselmodus, der lediglich zwischen Schießabschnitten eingeschoben wird. Diana ist auch keine einfache Begleiterin, die dem Protagonisten durch die Geschichte folgt. Ihre Fähigkeiten bestimmen unmittelbar, wie sich Kämpfe entwickeln, während Hughs Handlungen dafür sorgen, dass ihre Eingriffe tatsächlich Wirkung zeigen. Die Mondforschungsstation liefert einen überzeugenden Schauplatz für diese Zusammenarbeit, und die Fragen rund um künstliche Intelligenz verleihen ihrer Beziehung zusätzliche Bedeutung. Das Spiel hat durchaus Schwächen, insbesondere für Menschen, die umfangreiche Erkundungsmöglichkeiten oder eine wesentlich längere Kampagne erwarten. Dennoch zeigt sein Ansatz, dass ein Third-Person-Actionspiel sinnvolle taktische Entscheidungen ermöglichen kann, ohne unnötig kompliziert zu werden. Pragmata gelingt es, zwei sehr unterschiedliche Charaktere und zwei verschiedene Spielmechaniken zu unverzichtbaren Bestandteilen eines gemeinsamen Abenteuers zu machen.
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